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Samuel Emch

Seit Kindesbeinen brennt er für den Schwingsport


Samuel Emch ist für die Infrastruktur des Weissenstein-Schwingets vom kommenden Samstag zuständig und amtet als Präsident des Schwingklubs Solothurn. Als früherer Aktiver kennt er alle Facetten des Schweizer Nationalsports.

Samuel Emch entstammt einer Familiendynastie von Spitzenschwingern: Der dreifache Eidgenosse Ueli Emch ist sein Vater, der ebenfalls erfolgreiche Kranzschwinger Ueli Emch junior sein Bruder. Der Kampf in den Zwilchhosen liegt dem gebürtigen Kammersrohrer in den Genen und er erinnert sich noch lebhaft an seine Erfolge: «Den ersten Kranz gewann ich 2004 am Nordwestschweizerischen Teilverbandsfest in Wolfwil. An der Rangverkündigung konnte ich neben einigen Eidgenössischen Kranzschwingern das begehrte Eichenlaub in Empfang nehmen. Stand direkt neben Mtartin Grab. Unvergesslich.» Mittlerweile ist der zweifache Vater vom aktiven Schwingsport zurückgetreten, engagiert sich seit 2017 als Präsident des Schwingklubs Solothurn und Umgebung. Samuel Emch hat den Vorsitz während einer stürmischen Phase übernommen, just als die neue Regiobank-Schwinghalle eingeweiht wurde und 2018 das 100-Jahr-Jubiläum anstand. «In nur zwei Monaten erarbeiteten wir ein Jubiläumsbuch, also eine Chronik über die Vergangenheit. Eine Mammutaufgabe, die wir zu dritt stemmten», lächelt er. Dank der Festschrift wurden Ergebnisse früherer Schwinger festgehalten und geben einen Abriss über die Entwicklung des Solothurner Schwingklubs. Gegenwärtig erlebt das Schwingen einen Boom. Samuel Emch schreibt dies nicht zuletzt dem Fernsehen zu, welches die Schwingfeste mit ihrer einzigartigen Atmosphäre in die Wohnzimmer trägt. «Wir sind glücklich, dass SRF auch dieses Jahr den Weissenstein- Schwinget direkt überträgt», konstatiert er. Für den reibungslosen Ablauf ist OK-Mitglied Emch als Leiter Infrastruktur verantwortlich. Stolz erzählt er, wie die ganze Elek-tronik verbessert wurde. «Die Anforderungen sind gestiegen. Wir erkannten die Bedürfnisse der Internet-Generation und haben auf dem ganzen Festgelände Glasfaserkabel verlegt. Wir bieten Medienschaffenden ein hervorragendes Wirkungsfeld im Medienzelt und mit WLAN auf dem Gelände», ergänzt der Elektrotechniker. «Auch Traditionen können optimiert werden. »

Traditionsbewusst und innovativ
Innovation zeichnet nicht nur sein Wirken beim Weissenstein-Schwinget aus, sondern auch im Schwingklub Solothurn. «2019 ist die bis dato erfolgreichste Saison der Jungschwinger mit 92 gewonnenen Zweigen», freut er sich. Der Klub investiert viel Zeit und Energie in die Nachwuchspflege. Kamen die Aktiven früher vorwiegend aus den Schwingerfamilien, kann heute dank dem Prinzenschwingen viel breiter für den Nationalsport geworben werden. «Das Prinzenschwingen hat sich als ergiebigste Rekrutierungsbörse entpuppt», freut er sich. Der Donnerstag gehört jeweils dem Training der Nachwuchs- und Jungschwinger. Neu findet am Montag ein Austausch zwischen den Generationen statt. So lernen sich die angehenden und die aktiven Schwinger besser kennen. Samuel Emch ist davon überzeugt, dass man Traditionen pflegen und erhalten kann, indem man sich dazu bekennt, die Tradition lebt und an den Nachwuchs weitergibt. Im Juli wird er sich dessen jeweils besonders bewusst, wenn er mit seinem Team den Weissenstein-Schwinget vorbereitet. Für den Gastgeber, den Schwingklub Solothurn, das Highlight schlechthin. Neuerungen der letzten Jahre, wie das Verlegen des Festgeländes, das Verlegen des Austragungstages von Sonntag auf Samstag, brachten dem Bergkranzfest neue Popularität und noch mehr Publikumszuspruch. «Heuer wurden wir total überrannt. Der Vorverkauf startete am 1. April um Mitternacht und am anderen Morgen um zehn Uhr waren alle Sitzplätze ausverkauft.» Trotzdem will das Team dem Motto «Klein, aber fein» treu bleiben. Samuel Emch: «Dank vielen Spitzenschwingern wie dem Nordwestschweizer Nick Alpiger und den Gästen Armon Orlik und dem letztjährigen Sieger Samuel Giger sind spannende Wettkämpfe auf dem Weissenstein garantiert.» Silvia Rietz