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Melanie Liebi

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Melanie Liebi

Sie liebt Blumen und freut sich auf den Valentinstag


Egal ob Melanie Liebi einen Strauss bindet, eine Blumenschale bepflanzt oder ein Gesteck dekoriert: Beim Gestalten von floristischen Werkstücken ist Kreativität gefragt. Die Floristin im zweiten Lehrjahr besitzt für diese Aufgaben ein ästhetisches Auge und geschickte Hände. Mit einem charmanten Lächeln setzt sie am Valentinstag beides ein um Kundinnen und Kunden mit prachtvollen Kreationen zu bedienen.

Melanie Liebi besitzt ein künstlerisches Auge und ein Flair für harmonische Proportionen und Kompositionen. Sowohl beim Zeichnen akkurater Porträts von bekannten TV-Gesichtern wie auch im Berufsalltag als Floristin im Wyss BlumenHaus in Zuchwil, hilft ihr beides, fantasievolle Produkte zu schaffen. Ursprünglich reizte sie die Ausbildung als Grafikerin. Doch schliesslich entschied sie sich für die Floristenlehre. «Nach dem Schnuppern bewarb ich mich bei der Wyss Samen und Pflanzen AG. Und obschon viele Bewerbungen eingingen habe ich die Lehrstelle bekommen», freut sich Melanie. In der Schule liebt sie denn auch besonders Gestalten und Botanik. «Ich erinnere mich noch gut, wie mich meine Eltern als Kind mit hierher ins GartenHaus genommen haben. Gemeinsam besuchten wir jeweils die Schmetterlingsausstellungen», erzählt sie. Am Valentinstag gehören jedoch nicht exotische Himmelsfalter zu den Verkaufsschlagern, sondern eindeutig rote Rosen. Die Fachfrau hat auch gleich Tipps parat, damit die Königin der Blumen lange hält: «Regelmässig das Wasser wechseln. Kaltes Wasser verwenden. Die Stiele jeweils regelmässig neu anschneiden und für einen Platz ohne direkte Sonnenbestrahlung sorgen. » Melanie Liebi mag Rosen, liebt aber ebenso sehr Lilien. Bei den Farbtönen zieht sie für sich persönlich Orange und Gelb vor. Auch Weiss setzt sie häufig ein, da sich weisse Blumen mit praktisch jeder anderen Farbnuance kombinieren lässt. Doch mit Sträussen binden alleine ist es noch lange nicht getan. Denn regelmässig hilft Melanie Liebi auch im Bistro aus, lässt die Kaffeemaschine zischen und plaudert mit den Gästen. «Ich schätze den Kundenkontakt und die Abwechslung, welche den Einsatz im Restaurant bringt.»

Am Valentinstag ist viel los
Eine Floristin ist bei allen wichtigen Lebensereignissen ihrer Kundinnen und Kunden mit dabei. Sie fertigt florale Dekorationen für Geburtstage, Taufen, Jubiläen, Hochzeiten und Todesfälle. Entsprechend vielfältig soll der Blumenschmuck daherkommen. Eine Herausforderung, welche die angehende Fachfrau gut meistert. «Ein Brautstrauss stellt andere Anforderungen als ein Trauergebinde», bemerkt sie. Zudem wollen die Pflanzen im Laden gepflegt und versorgt werden. Einmal wöchentlich wird gegossen. Melanie Liebi kennt die Eigenheiten ihrer Schützlinge. Sie weiss, welche Temperatur und welchen Lichteinfall sie mögen. Daheim hegt sie eine Monstera mit riesengrossen Blättern. Die auch «Fensterblatt » genannte Pflanze liegt voll im Trend. «Zum Glück kommt sie gut», lächelt ihre Besitzerin. Wie andere junge Frauen liebt auch die Gerlafingerin das Shoppen oder einen Kinobesuch mit Kolleginnen. Gerne fährt sie nach Luzern, wo sie mit ihrer Schwester der Seepromenade entlang flaniert. Oder greift zu Papier und Stifte und porträtiert Serienstars wie Harry Potter, Supernatural und The Vampire Diaries. Langweilig wird es der Blondine nie. Schon gar nicht kurz vor dem Valentinstag, wo noch viele Töpfe, Gestecke und Sträusse verziert werden müssen und auf den letzten romantischen Schliff warten. Silvia Rietz