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Claudia Dahinden

Sie trifft stets den richtigen Ton


Claudia Dahinden ist eine Frau der «Klaren Töne», die sie nicht nur als Musikerin, sondern auch als Autorin beherrscht. Sie trifft den richtigen Ton auf der Bühne und in ihren Texten. Zu erleben am Samstag, 15. Dezember, 17.00 Uhr, im Musikzelt auf dem Weihnachtsmarkt Grenchen. Gemeinsam mit Beat Dahinden, Johny Lippuner, Bettina Müller und Kirsten Raufeisen, stimmt die Grenchnerin das Publikum «folkig-gosplig» auf Weihnachten ein.

«Sehnst Du Dich nach einem Ort, an dem Du einfach ankommen und Du selbst sein kannst?», fragt Claudia Dahinden in ihrem Klappentext. Mit dem 2014 erschienenen Buch und der CD «Hier will ich bleiben» hat die aparte Frau ihre Talente gebündelt. Sowohl als Musikerin, Songtexterin, Autorin und Interpretin reüssiert und Botschaften transportiert, die ihr am Herzen liegen. «Mit dem Titel «Hier will ich bleiben» ist weder eine bestimmte Stadt oder ein Dorf gemeint. Vielmehr definiert es einen geistlichen Ort, eine innere Heimat», erläutert Claudia Dahinden. Sie will mit ihren Liedtexten Mut machen und zu einem unverkrampften Blick auf christliche Werte beitragen. Dabei geniesst Traditionelles durchaus Platz im Repertoire. «Gerade in der Adventszeit schätzen die Menschen zwischen unbekannten Liedern das Vertraute. Ohrwürmer, wie den klassischen Gospel «Go Tell It on the Mountain» oder «O Holy Night». Die Freude am Singen beschränkt sich nicht auf Eigenkompositionen und Texte. Als Mitglied beim Konzertchor Leberberg liegen die Aufführungen von Bachs Weihnachtsoratorium hinter ihr. Öffentlich mit klaren Tönen zu seinen Gedanken, Überzeugungen und Hoffnungen zu stehen, braucht Mut und Selbstvertrauen. Claudia Dahinden hat sich als Autorin etabliert. Bis Ende Jahr bindet sie ein interessanter Auftrag an die Uni Fribourg. Hier arbeitet sie in einem Teilpensum und assistiert beim Projekt «Neuedition Bundesratslexikon» von Urs Altermatt. Das überarbeitete Lexikon wird im Januar 2019 erscheinen. Vielfältiges Repertoire «Wir mussten noch die aktuellen Bundesratswahlen abwarten damit wir Viola Amherd und Karin Keller-Sutter miteinbeziehen können», schmunzelt Claudia Dahinden. Die Mitarbeit am Lexikon führte sie auch in die Vergangenheit und motivierte sie dazu, einen historischen Krimi zu verfassen: »Die Geschichte ist nicht mit Rückblenden gekoppelt, sondern während des Kulturkampfs von 1873 angesiedelt.» Mit dem Studium der Zeitgeschichte im Bildungsrucksack, kennt sich die künftige Krimiautorin mit den Religionskonflikten dieser Epoche aus. Die Figuren leben, wirken und morden in Grenchen, ihrer Heimatstadt. Hier engagiert sie sich für das Kleintheater und «in der Kirche ihrer Wahl». Hier steht sie am kommenden Samstag auf der Bühne, singt Gospel und Folk-Songs. Umfangen von einem heimatlichen Rahmen, der sich von Auswärtsgastspielen unterscheidet. Bei diesem Stichwort fällt ihr spontan die Konzertreihe «Licht der Hoffnung» im Baden- Württembergischen Neuffen ein: «Als Garderobe für das ganze Ensemble diente die kleine Sakristei. Wir zogen uns zusammengepfercht um, warfen kaum einen Blick in den kleinen Spiegel und raus auf die Bühne », lacht sie. Das Vorbereiten für den Auftritt am Grenchner Weihnachtsmarkt wird gemütlicher und vor allem ohne Platznot auskommen. «Quasi vor der Haustüre zu konzertieren, schliesst den Luxus mit ein, sich daheim anziehen zu können. Zumal ein Zelt-Konzert ohne Glitzerrobe auskommt. Wir tragen bequeme und warme Sachen.» Zu dick dürfen die Kleider jedoch nicht sein. Entfaltet Claudia Dahinden beim folkiggospeligen Auftritt doch viel Elan und Temperament. Selbstredend trifft die Grenchnerin in jedem Outfit die richtigen Töne.

Silvia Rietz