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Gilbert Schuppli

«Ich habe sieben exklusive Walliser Rebstöcke gepflanzt»


Worauf können Sie unmöglich verzichten?
Als Walliser natürlich auf Berge, Natur und ein feines Apéro sowie auf Ausdauersport. Als Pfarreiseelsorger auf die göttliche Inspiration als innere Kraftquelle und auf gute Freundschaft und Gemeinschaft.

Sie könnten Ihr Smartphone einen Tag lang mit dem einer anderen Person tauschen. Würden Sie? Und falls ja, mit wem?
Ich könnte mir das gut vorstellen und zwar mit einem wichtigen politischen Entscheidungsträger. Zum Beispiel Bundesrat Alain Berset. So könnte ich sehen wie er vernetzt ist, mit den sozialen Medien umgeht und welche Prioritäten er setzt.

Wären Sie nicht Theologe geworden – was dann?
Entweder Pilot oder Bergführer. Mich hat der Himmel, die Berge und das Fliegen schon als Junge fasziniert. Der grenzenlose Sternenhimmel oder das Beobachten des Steinadlers, wie er majestätisch am Himmel kreist.

Was ist das Beste an Ihrem Beruf?
Ich schätze die interessanten Gespräche über Gott und die Welt. Bei den Jugendlichen erfahre ich, was in unseren Volkskirchen in Zukunft noch Bestand haben wird. Für mich bedeutet das innovativ und kreativ zu sein und, gerade in Krisenzeiten, Neues zu wagen. Mit den Mitmenschen in guten und schlechten Zeiten das Leben zu teilen und zu feiern.

Was möchten Sie nie über sich hören müssen?
Dass ich mich nicht mit den mir geschenkten Fähigkeiten und Talenten für mehr Spiritualität, Menschlichkeit und die Bewahrung der Schöpfung eingesetzt hätte. Können Sie uns ein kleines Geheimnis verraten? Ich habe im «Pfarrhausbistro» sieben (heilige Zahl) exklusive Walliser Rebstöcke gepflanzt, damit sie, zusammen mit den Zypressen und dem Lavendel, ein mediterran-walliserisches Ambiente nach Langendorf zaubern.

Was ist Ihr Ausgeh-Tipp in der Stadt oder Region Solothurn?
Aufgrund der Pandemie gibt es für mich im Moment nur einen besonderen Tipp. In Solothurn und Umgebung gibt es so viele wunderbare Waldlandschaften. Orte, wo unser eingeschränktes Leben durchbrochen und das ganz «normale» Leben und dessen Lebendigkeit erfahren werden kann. Dort spüre ich diese Urkraft, die uns atmen und aufatmen lässt und alle Lebewesen miteinander verbindet.

Welches war die beste Entscheidung Ihres Lebens?
Dass ich als Walliser auch die «Üsserschwiizer* innen» kennengelernt habe. Dank Studien in Luzern, Fribourg und Bern durfte ich die grossartige Vielfalt der Mitmenschen, Sprachen und Kulturen in der Schweiz entdecken und für das eigene Leben fruchtbar machen. Zudem schenken uns die «Grüezini» wegen unseres «Wallisertiitsch» stets einen Sympathiebonus.

Welche Wünsche haben Sie noch?
Ich möchte hier gerne auf unser 50-jähriges Jubiläum des 1. Ökumenischen Kirchenzentrum der Schweiz in Langendorf hinweisen. Zwar können wir unter der aktuellen Situation unser Programm nicht wie vorgesehen durchführen, aber wir würden uns sehr freuen, wenn die Leser*innen zur gegebenen Zeit bei einem unserer Anlässe vorbeischauen würden. Detaillierte Informationen finden Sie unter www.kirchenzentrum.ch

Was bedeutet für Sie Glück?
Glücklich bin ich, wenn ich mir während dem Tage zusätzlich Zeit für die kleinen «nebensächlichen» Dinge im Leben nehme und aufmerksam über etwas nachdenke. In Stille mit Gott im Dialog bin oder beim Spaziergang in der Natur. Wenn ich zudem mit ein paar humorvollen Mitmenschen noch ein Apéro im Pfarrhausbistro geniessen kann, erlebe ich doppeltes Glück.

Wer war für Sie die einflussreichste Person in Ihrem Leben?
Ich komme nicht umhin zwei wichtige Personen zu nennen, weil zwei unterschiedliche Sphären. Als «himmlischer Tiefentheologe» Jesus Christus und als «irdischer Tiefenpsychologe» Carl Gustav Jung. Sie hätten sich bestens verstanden. Durch sie habe ich gelernt Himmel und Erde miteinander zu verbinden und hinter die Schale der Dinge zu blicken.

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