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Kinderkrebs: Geheilt, aber nicht ganz gesund

Mit einer langfristigen Nachsorge können Spätfolgen erkannt und behandelt werden.

Dank medizinischer Fortschritte überleben heute vier von fünf Kindern und Jugendlichen ihre Krebserkrankung. Aber mit der Heilung ist nicht alles überstanden. Viele der «Survivors » leiden teilweise an massiven Spätfolgen. Mit einer langfristigen Nachsorge können diese früh erkannt und behandelt werden. Kinderkrebs Schweiz lanciert im Juni 2019 eine Sensibilisierungskampagne.

Bei rund 80 Prozent der Survivors besteht das Risiko, im Erwachsenenalter an Spätfolgen der Krebserkrankung und der Therapie zu leiden. Auch nimmt ihre Häufigkeit im Laufe des Lebens zu – daher brauchen Langzeitüberlebende nach aktuellen Erkenntnissen eine lebenslange, auf ihre onkologische Therapie individuell zugeschnittene Nachsorge. Nicht nur die Krebserkrankung, sondern auch deren Spätfolgen haben einen massgeblichen Einfluss auf die Lebensqualität der Betroffenen. Zu häufigen Langzeitfolgen gehören eingeschränkte Funktionen von Herz, Niere, Lunge oder Gehör und eine Verminderung der geistigen Leistungsfähigkeit. Hinzu kommen Unfruchtbarkeit, Wachstumsstörungen und Osteoporose. Viele Survivors leiden an chronischer Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten bis hin zu Depressionen. Zudem besteht das Risiko, dass der Krebs in Form von Zweittumoren zurückkommen kann.

Optimale Lebensqualität
Kinderkrebs Schweiz hat eine nationale Anlaufstelle geschaffen, die allen Survivors offensteht. Die Fachstelle berät und unterstützt Survivors in ihren Anliegen und setzt sich für ihre Interessen ein. www.kinderkrebs-schweiz.ch.