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125 Jahre Schw. Rotes Kreuz (SRK) Kanton Solothurn

Auch sie gehören zum Schweizerischen Roten Kreuz (SRK), die Such- und Rettungshunde.

Vor 125 Jahren, am 29. März 1895, wurde in Olten auf Einladung des Offiziersvereins die Urzelle für das heutige Schweizerische Rote Kreuz (SRK) Kanton Solothurn gegründet. Der Festakt mit Frau Landammann Brigit Wyss und dem Präsidenten des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) Thomas Heiniger ist dem Coronavirus zum Opfer gefallen. Anlass genug, einen Blick auf die grosse Organisation zu werfen. Allen ist der Begriff «Das Rote Kreuz» geläufig, wenige nur kennen die Ausdehnung und die komplexe Struktur, weltweit, in der Schweiz und im Kanton.

Weitverzweigte Organisation
Am bekanntesten ist das Kürzel IKRK für Internationales Komitee vom Roten Kreuz. Es hat seinen Sitz in Genf, wo es 1863 gegründet wurde. Sein Ziel ist es, Schutz und Unterstützung für Betroffene bewaffneter Konflikte und Kämpfe sicherzustellen. Zur internationalen Bewegung stiessen der Rote Halbmond und der rote Löwe Irans - beide wurden formell 1929 anerkannt. Als jüngstes Emblem kam der rote Kristall dazu. Das Schweizerische Rote Kreuz mit dem Kürzel SRK wurde am 17. Juli 1866 in Bern von General Dufour und Bundesrat Jakob Dubs (erster Präsident) gegründet. Seinen Sitz hat es nach wie vor in Bern. Heute gehören ihm 24 Kantonalverbände (Ob- und Nidwalden und die beiden Appenzell bilden je eine) sowie die schweizerischen Rettungsorganisationen Samariterbund (SSB), Lebensrettungsgesellschaft (SLRG), Militärsanitätsverband (SMSV) und der Verein für Such- und Rettungshunde (REDOG) an.

Spannende Geschichte
Im Kanton Solothurn weist die Rotkreuzbewegung - föderalistisch organisiert - ebenfalls eine spannende Geschichte auf, die in vielem gesamtschweizerische Entwicklungen abbildet. Eine erste - kurzlebige - kantonale Rotkreuzgesellschaft wurde am 13. März 1867 als sechster kantonaler Verein unter dem Namen «Solothurnisches Comité für die Unterstützung schweizerischer Wehrmänner und deren Familien» gegründet. Präsident war der Bankier Franz Brunner (1807–1868). 1895 bildete sich dann in Olten eine erste Sektion; ihr folgte 1901 die Sektion Grenchen und 1910 eine in Solothurn. Ein kantonalverband liess sich nicht organisieren, das gelang erst am 12. September 1997. Die Sektionsgründungen erfolgten auf Betreiben von Offiziersgesellschaften einer- und von Samaritervereinen andererseits. Sahen diese den Einsatz hauptsächlich in Familien, erachteten jene die Aufforderung Dunants im Buch «Eine Erinnerungen an Solferino » als vordringlich: «… So braucht man also freiwillige Wärte und Wärterinnen, die im Voraus ausgebildet, geschickt und mit ihrer Aufgabe vertraut sind, die ausserdem von den Armeeführern anerkannt und in jeder Weise unterstützt werden… ». Aufgaben und Ziele des SRK, auch des Kantonalverbandes Solothurn, passten sich stetig den sich verändernden Bedürfnissen an. So zeigt ein grobes Bild, dass Ausbildung nach wie vor eine Leitlinie darstellt, wobei der militärische Aspekt in den Hintergrund trat. Über zwanzig verschiedene Kurse, Workshops und Vorträge werden angeboten. Bekannte Angebote sind auch Fahr-, Besuchs- und Begleitdienst, der Rotkreuz-Notruf und die Ergotherapie. Einen Überblick über die gesamte Angebotspalette verschafft www.srksolothurn. ch. Zum Jubiläum wird auch eine informative und gleichzeitig spannend zu lesende Festschrift «Das Kreuz mit der Menschenliebe» erscheinen.