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Zum Schulbeginn gibt die Polizei Tipps für Eltern und Verkehrsteilnehmer

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Zum Schulbeginn gibt die Polizei Tipps für Eltern und Verkehrsteilnehmer


Achtung Schulanfang: Kinder sind unterwegs

Am Montag, 10. August, beginnt im Kanton Solothurn wieder die Schule. Rund 6’000 Kinder gehen dann zum ersten Mal in den Kindergarten oder in die Schule. Kinder sind im Strassenverkehr übermässig gefährdet. Weil der Schulweg jedoch ein besonderes Erlebnis ist, sollten ihn die Kinder – je nach Alter und Entwicklungsstand – möglichst selbstständig zurücklegen. Unter anderem lernen sie dadurch frühzeitig das richtige Verhalten im Strassenverkehr.

Der Schulbeginn ist für Abc-Schützen aufregend und neu – aber neu ist auch der Schulweg. Deshalb müssen alle mithelfen, damit die Kleinen heil ankommen. Springen, hüpfen und toben, das ist für Erstklässler auf dem Weg zur Schule oft wichtiger als der Blick auf die Strasse. Ein falscher Schritt, einmal nicht richtig aufgepasst – schon ist es passiert. Die Polizei empfiehlt Eltern und Verkehrsteilnehmern:

Tipps für Eltern
Seien Sie Vorbild. Das richtige Verhalten lernen Kinder am besten, wenn die Erwachsenen es richtig vormachen. «Warte, luege, lose, loufe» – zeigen Sie ihren Kindern, wie sie korrekt über die Strasse gehen sollen – am besten mit den bekannten Grundsätzen. Wählen Sie den sichersten Weg, nicht den kürzesten. Ein längerer Weg lohnt sich, wenn dadurch gefährliche Strassen oder Situationen umgangen werden können. Planen Sie genügend Zeit ein. Ihr Kind soll in Ruhe zur Schule und nach Hause gehen können. Gut sichtbare Kleidung tragen: Kleidung in auffälligen Farben und lichtreflektierendes Material tragen zur Unfallverhütung bei.

Alle Verkehrsteilnehmer
Nehmen Sie Rücksicht auf die schwächsten Verkehrsteilnehmer. Kinder können Geschwindigkeiten, Distanzen und Gefahren nicht gut einschätzen. Haben Sie Geduld. Fahren Sie aufmerksam. Setzen Sie die Geschwindigkeit herab, wenn Kinder auf dem Trottoir oder auf der Strasse unterwegs sind. Sie sollten jederzeit bremsen können. Passen Sie auch besonders bei Haltestellen des ÖV auf. Immer ganz anhalten, auf Handzeichen verzichten: Halten Sie vor Fussgängerstreifen immer ganz an. Den Kindern wird beigebracht, immer zu warten bis das Fahrzeug komplett stillsteht. Geben Sie keine Handzeichen und betätigen Sie nicht die Lichthupe. Diese Zeichen sind gut gemeint, führen aber vielleicht dazu, dass Kinder unachtsam losrennen und nicht auf Gefahren achten, wie etwa den Gegenverkehr. Ganz wichtig: Seien Sie geduldig.

Selbstständigkeit lernen
Wenn Kinder auf Velos unterwegs sind, müssen sie gut gesehen werden und den richtigen Schutz im Falle eines Sturzes oder Unfalls besitzen. Kinder sind zwar im Strassenverkehr gefährdet, sie sollten jedoch den Schulweg, auch weil er ein besonderes Erlebnis ist, möglichst selbstständig zurück legen können. So lernen sie unter anderem Selbstständigkeit und das richtige Verhalten im Strassenverkehr. Sie sind jedoch auf die Rücksichtsnahme aller Verkehrsteilnehmer angewiesen. Unabhängig von den altersbedingten Fähigkeiten des Kindes kann ein selbstständiges Bewältigen des Schulwegs allerdings nur dann gut und sicher gelingen, wenn die Eltern (Grosseltern oder andere Bezugspersonen) gemeinsam mit dem Kind den sichersten Weg zur Schule mehrmals üben. Einfache, immer gleichbleibende Routen und kurze Distanzen (1–2 km) können dann Erstklässler bereits nach ein paar Wochen alleine zurücklegen. Es gilt dabei zu beachten, dass der kürzeste Fussweg zur Schule nicht immer auch die sicherste Route ist.

Guten Start
Die Kantonspolizei Solothurn sowie die Stadtpolizeien Grenchen und Solothurn wünschen allen einen guten und unfallfreien Schulstart.